Infektionsdiagnostik

G-BA streicht Screening auf asymptomatische Bakteriurie im Rahmen der Mutterschafts-Richtlinien

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat folgende wichtige Änderung der Mutterschafts-Richtlinien beschlossen: Eine regelhafte Urinuntersuchung auf asymptomatische Bakteriurie bei allen Schwangeren wird nicht empfohlen.

Urinproben im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge und der Nachsorge nach der Entbindung werden künftig ausschließlich auf Zucker und Eiweiß untersucht. Gleichzeitig wird der Hinweis auf ggf. erforderliche bakteriologische Untersuchungen konkretisiert, indem beispielhaft besondere Risiken genannt werden, bei denen die Durchführung bakteriologischer Urinuntersuchungen erforderlich sein kann (z. B. bei auffälligen Symptomen, rezidivierenden Harnwegsinfektionen in der Anamnese, Z. n. Frühgeburt, erhöhtem Risiko für Infektionen der ableitenden Harnwege).

Der G-BA folgt damit auch der aktuellen S3-Leitlinie zu Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten von 2017. Diese Änderung ist ab sofort für alle GVK Versicherten wirksam, da für die Umsetzung keine Anpassung der Gebührenordnungsposition (GOP01770) im EBM erforderlich ist.

Der Beschluss des G-BA vom 22. März 2019 zum Wegfall des Urinsedimentes im Rahmen der Mutterschafts-Richtlinie trat zum 28. Mai 2019 in Kraft.

Der Beschluss des G-BA ist unter diesem Link zugänglich.

Aktuelles

Infektionsdiagnostik
Indikationen für SARS-CoV-2-PCR-Test 25.05.2020

Die Dunkelziffer der Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben übersteigt die Zahl der gemeldeten Infizierten wahrscheinlich um das 10-20-Fache. Die SARS-CoV-2-Viruslast der symptomlosen Infizierten oder vor Entwicklung von Symptomen unterscheidet sich nicht von Patienten mit Symptomen.

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Infektionsdiagnostik
SARS-CoV-2: Antikörper-Tests bei Bezug auf klinische Symptomatik abrechenbar 11.05.2020

Ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt ist in der Regel der direkte SARS-CoV-2-Nachweis mittels PCR nicht mehr möglich. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann dann indirekt durch serologische Verfahren nachgewiesen werden. Mittlerweile stehen sehr sensitive und ausreichend spezifische Antikörper-Tests zur Verfügung, so dass eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion zweckmäßig sein kann.

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Onkologische Diagnostik
Zervixkarzinomfrüherkennung 28.02.2020

Am 1. Januar 2020 ist das organisierte Programm zur Früh­er­kennung von Zervix­karzinom gestartet. Zur Ab­rechnung des Screenings und der Ab­klärung auffälliger Befunde wurden in den EBM neue Gebühre­nordnungs­posi­tionen aufgenommen.

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